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Gewebe-Regeneration

 

Wurzelspitzenresektion

 

Die Wurzelspitzenresektion ist die chirurgische Entfernung einer entzündlichen Zahnwurzelspitze mit dem umliegenden Entzündungsgewebe (siehe Bild 1).

 

Bei einer konventionellen Wurzelkanalbehandlung erfolgt der Zugang zum Wurzelkanalsystem durch die offene Zahnkrone hindurch. Bei einer Wurzelspitzenresektion erfolgt der Zugang zur Zahnwurzel von außen durch den Kieferknochen. Dabei sollten etwa 3 mm der Wurzelspitze und der entzündete Bereich um die Wurzeln entfernt werden. Eine Wurzelspitzenresektion kann notwendig werden, wenn es trotz einer korrekten und konventionell durchgeführten Wurzelkanalbehandlung zum Misserfolg kommt. Bei der klassischen Wurzelspitzenresektion werden lediglich die entzündlichen Zahnwurzelspitzen entfernt. Die Erfolgsprognosen liegen bei ca. 60% über 5 Jahre.

 

Moderne Techniken der Wurzelspitzenresektion sehen die Verwendung eines dentalen Operationsmikroskops, mikrochirurgischer Instrumente, Ultraschallpräparation der gekürzten Zahnwurzel sowie die zusätzliche "retrograde" Füllung der Wurzelspitze mit bakteriendichten Zementen vor (siehe Bild 2). Nach wissenschaftlich publizierten Angaben liegen die kurz- und langfristigen Erfolgsaussichten für Wurzelresektionen mit diesen modernen Operationsmethoden nach 5 Jahren bei ca. 95 -97 % (siehe Bild 3).

 

Die Wurzelspitzenresektion im klassischen Sinne wird bei gesetzlich versicherten Patienten von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten für die zusätzliche Behandlung mit einem Operationsmikroskop und modernster Technik werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. (Deutschland, Stand: Mai 2010)

 

 

Wurzelspitzenresektion Bild 1  Wurzelspitzenresektion Bild 2  Wurzelspitzenresektion Bild 3