Heilung von Zahnfleischerkrankungen in der Parodontologie

Wenn Ihr Zahnfleisch blutet oder Sie unangenehme Schwellungen im Mundraum verspüren, sind das deutliche Alarmsignale, die Sie sehr ernst nehmen sollten. In jedem Fall gilt es, so früh wie möglich einen Zahnarzt aufzusuchen.

Ein Zahnarzt kann die Gründe für das Auftreten von Blutungen und Schwellungen am Zahnfleisch abklären. Sehr häufig handelt es sich um eine Parodontitis, die behandelt werden muss. Zudem sollten Sie wissen, dass eine Parodontitis ansteckend ist.

Was ist eine Parodontitis?

Die Parodontitis stellt eine gefährliche, durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit dar. Dabei überziehen die Bakterien Zahnfleisch und Zahnoberflächen mit einer Art „Biofilm“, der – wenn unbehandelt – immer stärker wird. Je mehr dieser Biofilm anwächst, desto aggressiver werden auch die Bakterien. Es kommt zur Bildung von Zahnfleischtaschen, in denen sich das Gewebe entzündet.

Wie kommt es zu einer Parodontitis?

Wie alle Lebewesen setzen auch Bakterien Stoffwechsel- und Zerfallsprodukte frei. Unser Immunsystem sieht diese als Eindringlinge an und versucht, sie abzuwehren. Unglücklicherweise kommt es dabei auch zur Produktion und zum Einsatz von Stoffen, die nicht nur unser eigenes Bindegewebe am Zahnhalteapparat angreifen, sondern zugleich auch den Knochen selbst.

Warum ist Parodontitis so gefährlich?

Die Parodontitis ist vor allem aus zweierlei Gründen gefährlich: Wird die Parodontitis nicht behandelt, vertiefen sich die Zahnfleischtaschen. Dann ist der Zahnhalteapparat in akuter Gefahr. Das Zahnbett kann zerstört werden, die Zähne werden locker und fallen aus. Zudem kann eine unbehandelte Parodontitis unter anderem auch das Herz schädigen (Angina pectoris), darüber hinaus ist sie für Frauen ein Risiko während der Schwangerschaft. Denn mit einer Parodontitis steigt die Gefahr einer Frühgeburt.

Das professionelle Behandlungsprogramm der Zahnklinik Essen bei Parodontitis umfasst fünf Stufen

Unsere Therapie besteht aus einem Prophylaxe-Programm, das sich vor, während und nach der eigentlichen Parodontitis-Behandlung um Sie kümmert.

Die Therapie in Kurzform:

  • Umfassende Prophylaxe durch professionelle Zahnreinigung und perfekte Mundhygiene
  • Das konventionelle Abschaben von Belägen (Kürettage) beseitigt die Bakterienbesiedelung in den Zahnfleischtaschen
  • Zusätzlich entfernt der Laser stark entzündetes Gewebe, auch auf der Zahnwurzel – so kann die Zahl der Bakterien signifikant verringert werden und der Heilungsprozess in Gang kommen.
  • Ganz wichtig sind die ständige Nachsorge und eine regelmäßige Prophylaxe, am besten drei bis vier Mal jährlich.
  • Auch wenn Ihr Gewebe und Ihr Kiefer bereits angegriffen sein sollten, ist Heilung gut möglich: Mit dem Einsatz von mikro-chirurgischem Knochenaufbaumaterial wachsen Knochen und Gewebe in einem Zeitraum von etwa fünf bis sechs Monaten nach